Welche Blutwerte sind normal?

Blutwerte haben Normbereiche, in denen sie sich bewegen sollten. In die Messergebnisse fließen verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Alter und Gesundheitszustand ein. Männer und Frauen haben oft auch unterschiedliche Werte. Die Blutwerte unterliegen natürlichen Schwankungen, daher ist ein Blutwert oft nicht aussagekräftig. Man sollte ihn immer im Zusammenhang mit anderen Werten betrachten.

 

Die Blutkörperchen

Wenn man ein Blutbild macht werden die weißen und roten Blutkörperchen untersucht. Die Weißen sind wichtig für das Immunsystem. In unserem Körper finden wir normalerweise 4000 bis 10000 von den weißen Blutkörperchen pro Mikroliter. Wenn zu viele von ihnen im Körper sind, weißt dass auf eine Infektionskrankheit hin.

Bei einer geringeren Anzahl zeigt es eine geschwächte Körperabwehr an. Die roten Blutkörperchen liegen von 4,1 bis 5,1 Millionen bei den Frauen und  4,5 bis 5,9 Millionen pro Mikroliter bei den Männern im Normalbereich.  Zu viele Rote können auf eine Stoffwechselkrankheit oder kranke Nieren hindeuten. Sobald man Eisen- oder Vitaminmangel hat, kann dies die Werte sinken lassen.

Die roten Blutkörperchen beinhalten Hämoglobin. Dieser ist für den Sauerstofftransport sowie den Abtransport von Kohlendioxid verantwortlich. Durch eine Eisen Unterversorgung oder eine Darmerkrankung kann man einen Hämoglobin Mangel feststellen. Die Werte bei Frauen müssen zwischen 12 bis 16 Gramm pro Deziliter und bei Männern zwischen 13,5 und 17,5 liegen.

Eisen ist für den roten Blutfarbstoff sehr wichtig, denn Eisen ist für den Sauerstofftransport im Blut von großer Bedeutung. Selbst das Immunsystem braucht Eisen.  Die Werte bei Frauen liegen zwischen 12 und 16 Gramm pro Deziliter und für Männer sind sie zwischen 13 bis 18. Eisenwerte können sinken durch eine starke Menstruation bei der Frau sowie durch chronische Entzündungen und Infekte, aber auch Verdauungsstörungen und kranke Nieren. Der Auslöser, für eine kranke Leber, kann ein Eisenüberschuss sein.

 

Blutzucker und Blutfette

Blutzuckerwerte geben viele Hinweise zu deinem Zuckerstoffwechsel. Bei zu hohen Werten deutet es auf Diabetes hin. Der Werte sollte nüchtern unter 200 Milligramm pro Deziliter bzw. unter 5,6 Millimol pro Liter liegen.

Zu den Blutfetten gehören Cholesterin, HDL, LDL und Triglycerid. Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Dieser kommt im menschlichen Körper vor, wird aber auch durch den Verzehr von tierischen Produkten aufgenommen. Durch einen erhöhten Cholesterinspiegel kann es zu Gefäßschaden kommen.

Man unterscheidet noch zwischen Cholesterin HDL und LDL. LDL lagert Fette im Körper ab. Währenddessen HDL hilft Fette abzubauen. LDL Cholesterin sollte unter 160 Milligramm pro Deziliter liegen und das HDL über 40 mg/dl. Bei Triglyceriden sollten die Werte unter 150 Milligramm pro Deziliter liegen.

 

TSH- Wert, GPT- Wert und Kreatinin- Wert

Der TSH- Wert verrät uns etwas über die Schilddrüse. Im Gehirn wird das Thyreoidea stimulierende Hormon gebildet und wird über das Blut in die Schilddrüse geleitet. Dort reguliert es die Produktion und Ausschüttung der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin. Diese können bei einem Bluttest mitbestimmt werden.

Als normale TSH- Werte gelten 0,3 bis 4,5 Mikrounits pro Milliliter. Eine Tendenz zu einer Schilddrüsenunterfunktion liegt vor, wenn die Werte über dem Normbereich liegen. Sobald diese niedriger sind, besteht eine Tendenz zur Schilddrüsenüberfunktion.

Der GPT- Wert sagt uns etwas über die Gesundheit der Leber.  Bei einer Leberentzündung, Leberkrebs oder einer Leberzirrhose kann man erhöhte Werte messen. Auch bei einer Herzschwäche sind die Werte oft erhöht. Die Werte sollten bei Frauen unter 30 Einheit pro Liter liegen und bei Männern unter 50.

In den Skelettmuskeln findet man Kreatin. Kreatinin ist ein Abbauprodukt davon. Über die Nieren wird das Kreatinin ausgeschieden. Sobald die Nieren beschädigt sind, steigt die Konzentration im Blut. Der Anstieg der Werte ist erst  messbar, wenn die Filterleistung des Organs schon abgenommen hat. Normale Werte bei Frauen sind bis 1,1 Milligramm pro Deziliter und bei Männern bis 1,3.

 

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